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Voith Retarder

Bereits seit 1968 bietet Voith Turbo Sekundärbremssysteme für den Straßeneinsatz an. Voith Sekundärretarder sind im Antriebskraftfluss des Fahrzeugs gesehen, nach Motor, Kupplung und Getriebe angeordnet. Diese Anordnung hinter dem Getriebe wird als "sekundär" bezeichnet. Für den Voith Sekundärretarder gibt es zwei Anbau- /Einbauvarianten, d. h. der Retarder ist in das Getriebe integriert oder an das Getriebe angebaut. Die zweite Variante ist der "freie Einbau", hier wird der Retarder direkt in den Gelenkwellenstrang des Fahrzeugs eingebaut und über zwei Gelenkwellen mit dem Getriebe beziehungsweise der Hinterachse verbunden.

Eine besondere Eigenschaft der Sekundärretarder ist die Gangunabhängigkeit, dadurch wird die Bremskraft beim Schalten nicht unterbrochen.

Voith Retarder sind hydrodynamische Bremsen und im Aufbau sehr einfach: zwei Schaufelräder stehen einander gegenüber. Der Rotor und der Stator. Zwischen ihren Kammern befindet sich Öl. Der Rotor ist mit der Gelenkwelle des Fahrzeugs verbunden, der Stator feststehend mit dem Gehäuse des Retarders. Der über die Gelenkwelle angetriebene Rotor beschleunigt Öl, das im Stator verzögert wird. Dadurch wird der Rotor verzögert und somit das Fahrzeug abgebremst.
 
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